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Aktuell // Grundsteuerreform

Aus aktuellem Anlass möchten wir Ihnen, vor unseren regelmäßigen "News", die folgenden Informationen anbieten:

 

Thema: Grundsteuerreform zum 01.01.2025

 

Was muss aktuell beachtet werden?

Zum 1. Januar 2025 wird die neue Grundsteuer in Kraft treten. Damit verliert der Einheitswert als Berechnungsgrundlage seine Gültigkeit. In einer Hauptfeststellung auf den 1. Januar 2022 sind neue Grundsteuerwerte festzustellen, die der Grundsteuer ab dem Kalenderjahr 2025 zugrunde gelegt werden.

Wichtig: Grundstückseigentümer*innen müssen nicht bereits zum 1. Januar 2022 aktiv werden. Die Aufforderung zur Abgabe der Feststellungserklärung wird voraussichtlich Ende März 2022 durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen. Die elektronisch abzugebenden Feststellungserklärungen können ab 1. Juli 2022 eingereicht werden. Die Abgabefrist läuft nach derzeitigem Stand bis zum 31. Oktober 2022. Dabei werden wir Sie auf Ihren Wunsch unterstützen.

 

Was kann vorbereitet werden?

Der genaue Ablauf zur Erstellung der erforderlichen Erklärung ist noch nicht bekannt. Zu befürchten ist, dass im Laufe des Jahres 2022 viele Erklärungen zeitgleich bearbeitet werden müssen. Damit diese Bearbeitung reibungslos erfolgen kann, ist die Bereitstellung der erforderlichen Daten durch SIE eine gute Vorbereitung.

Folgende Angaben werden mindestens erforderlich werden:

  • Lage des Grundstücks
  • Grundstücksfläche
  • Bodenrichtwert
  • Gebäudeart
  • Wohnfläche
  • Baujahr des Gebäudes

 

Diese Angaben/Informationen können Sie den folgenden Unterlagen entnehmen:

  • Grundbuchauszug/Bestandsnachweis
  • Einheitswertbescheid/Grundsteuermessbescheid (nebst Anlagen)
  • Unterlagen über Eigentumsverhältnisse
  • Kaufverträge/Lagepläne
  • Wohn- und Nutzflächenberechnungen des Gebäudes
  • Berechnung der Grundfläche des Gebäudes
  • Anträge EU-Fördermittel
  • Erklärungen zum Tierbestand (HI-Tier, Tierseuchenkasse)

 

Nur mit Ihrer Unterstützung sind die Anforderung des Gesetzgebers zur Neubewertung des Grundbesitzes form- und fristgerecht, sowie richtig zu ermitteln!

 

Beratungsempfehlung

Stellen Sie die die oben genannten Angaben für Ihren Grundbesitz schon jetzt zusammen. Sollten sich die erforderlichen Unterlagen/Informationen nicht in Ihrem Besitz befinden, dann wenden Sie sich an die entsprechenden Stellen (Grundbuchamt, Gutachterausschuss, Finanzamt Einheitswertstelle), um diese in Erfahrung zu bringen. Sie sollten damit nicht zu lange warten, damit Sie vor der großen Anfrage-Welle, "bedient" werden.

 

Wichtig!

Bitte lassen Sie uns Ihre Unterlagen jetzt noch nicht zukommen! Erst wenn der genaue Verfahrensablauf bekannt ist, werden wir Sie informieren, auf welche Art und Weise wir die Unterlagen von Ihnen vorgelegt bekommen möchten. Danke für Ihr Verständnis!

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Aufteilung der Gesamtsteuer und die Zuordnung von Vorauszahlungen bei Ehegatten

Sie sind verheiratet und haben eine gemeinsame Steuererklärung eingereicht? Im Bescheid steht dann „unterm Strich“ nur noch der eine Betrag: Zahlung oder Erstattung. Aber wieviel entfällt auf welchen Ehegatten? Auch in einer intakten Ehe möchten Ehegatten oftmals ihre steuerlichen Angelegenheiten gerne getrennt abgerechnet wissen, ohne auf die Vorteile der Zusammenveranlagung verzichten zu müssen. Die Besonderheiten dabei möchte ich Ihnen hier vorstellen

 

Neue Berechnungsweise der zumutbaren Eigenbelastung

Das Grundprinzip bei der Ermittlung der Einkommensteuerlast ist, dass Ausgaben, die mit steuerpflichtigen Einnahmen im Zusammenhang stehen, als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden dürfen. Kosten der privaten Lebensführung sind grundsätzlich nicht abzugsfähig. Ausnahmen bilden davon die Sonderausgaben, die im Gesetz genau benannt sind. Und dann gibt es noch die „außergewöhnlichen Belastungen“. Diese „außergewöhnlichen Belastungen“ sind im Gesetz ziemlich abstrakt beschrieben und haben sich in der Praxis erst aus der Rechtsprechung entwickelt. Gelegentlich habe ich in Beiträgen dieser Reihe schon Sachverhalte aus dieser Rubrik behandelt. Dabei habe ich dann auch regelmäßig darauf hingewiesen, dass die Aufwendungen – sofern sie denn außergewöhnliche Belastungen darstellen – nur berücksichtigt werden können, wenn Sie eine gewisse Höhe erreichen. Denn die außergewöhnlichen Belastungen sind um die zumutbare Eigenbelastung zu kürzen. Und die Berechnung der Eigenbelastung ist jetzt neu – und günstiger!

 

DEADLINE für die Abgabe Ihrer Steuererklärung 2016

Laut Duden wird der letzte Ablieferungstermin für Zeitungsartikel zum Redaktionsstichtag als „Deadline“ bezeichnet. Ob man den Abgabetermin für die Steuererklärung als „Deadline“ bezeichnen sollte, möchte ich mal dahingestellt lassen.

 

Richtig ist allerdings, dass es einen gesetzlichen Abgabetermin gibt. Und das ist der 31. Mai! Dieses Jahr gibt es aber etwas ganz aktuelles zu berichten. Die Länder NRW, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen haben sich entschieden, die Frist einmalig für zwei Monate bis zum 31.07.2017 zu verlängern. Unter welchen Voraussetzungen das geschieht, wann die Frist überhaupt greift und sonstige Informationen zum Abgabetermin Ihrer Steuererklärung, möchte ich Ihnen in diesem Artikel geben.

Schenken Sie Steuern - § 37b EStG

Haben Sie es gewusst? Geschenke können Steuern auslösen! Natürlich nicht die Geschenke, die auf privater Ebene getätigt werden. Gemeint sind die Geschenke, die im geschäftlichen Alltag ausgetauscht werden. Und das ist nicht selten. Bei vielen Gelegenheiten beschenken sich Geschäftspartner oder der Arbeitgeber lässt seinen Mitarbeitern Anerkennungen in Sachgeschenken zukommen. Und dann ist das Finanzamt ganz schnell mit von der Partie.

Schützen Sie Ihren Krankenversicherungsbonus vor dem Finanzamt

Krankenkassenbeiträge können ohne Beschränkung vom Einkommen abgezogen werden. Anders als viele andere Versicherungsbeiträge, die sich im Rahmen von Höchstbetragsberechnungen, erst gar nicht steuermindernd auswirken, führen die gezahlten Krankenkassenbeiträge direkt zu einer Steuerersparnis. Das gilt jedenfalls für die Beiträge an die gesetzlichen Krankenkassen und an die Privatkassen, sofern damit die Basisleistungen abgedeckt werden. Sollten die Krankenkassen hingegen Rückzahlungen leisten, dann muss genau geprüft werden, aus welchem Grund die Rückzahlung erfolgt. Sonst zahlt man plötzlich Steuern nach. Worauf Sie bei solchen Erstattungen der Krankenkasse achten sollten und wo die Tücke in der praktischen Umsetzung mit dem Finanzamt liegt, möchte ich Ihnen heute erläutern.

Kassenführung ab 2017

Zahlen Sie noch mit Bargeld? Oder nutzen Sie ausschließlich Kredit- und EC-Karten? Vielleicht aber auch schon die Zahlung per Smartphone? Trotzdem gehe ich mal davon aus, dass Bargeld noch das Zahlungsmittel der Wahl ist. Sei es im Supermarkt, im Restaurant oder beim Frisör. Und weil das so ist, ist es dem Fiskus auch so wichtig, dass das eingenommene Bargeld, dem Finanzamt auch vollständig erklärt wird. Dass das bei Bargeldgeschäften nicht so ohne weiteres möglich ist, leuchtet ein. Deshalb laufen seit Jahren Bemühungen, den Bargeldverkehr zu reglementieren. Das, was sich bisher aus zum Teil Jahrzehnte alten Grundsätzen „nur“ ableiten ließ, wurde am 22.12.2016 zum Gesetz. Und darum geht’s:

Die Entfernungspauschale

Dass für die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeit 0,30 € (KM einfache Entfernung) geltend gemacht werden dürfen, ist nach meinen Erfahrungen die steuerliche Norm, die die meisten Leser wohl kennen werden, ohne diese Empfehlung von einem Steuerberater bekommen zu müssen. Doch wie bei jeder pauschalen steuerlichen Regelung gibt es Abgrenzungsfragen. 

Fahrtkosten bei Körperbehinderung

Dass für Fahrten behinderter Menschen regelmäßig 0,30 € als Kosten für einen Kilometer als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden können, galt durch die Rechtsprechung lange als gesichert und steht auch so in den Einkommensteuerrichtlinien. Dass im Steuerrecht aber nicht immer alles so bleiben muss wie es (seit langem) ist, ist aber auch nicht wirklich überraschend. So meint das Hessische Finanzgericht, dass es in Ausnahmen doch möglich sein soll, die tatsächlichen Kosten je KM bei Behinderung als außergewöhnliche Belastungen anzuerkennen, wenn durch die Behinderung ein besonderes Fahrzeug benötigt wird und diese Kosten höher als 0,30 € sind. Ich möchte nicht die Chancen dieser Entscheidung vor dem Bundesfinanzhof beurteilen. Vielmehr möchte ich dieses Urteil als Anlass nehmen, Ihnen die bestehenden Möglichkeiten der Berücksichtigung von Fahrtkosten mit dem eigenen Auto bei Körperbehinderung an dieser Stelle einmal vorzustellen.