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Mehrbelastungsausgleich zur 0,03 %-Regel

Bevor ich in das Thema einsteige, möchte ich erst ganz kurz umreißen, welcher Personenkreis von diesen Regelungen betroffen sein könnte. Und zwar geht es um Steuerpflichtige – egal ob angestellt oder selbständig – die ein Fahrzeug sowohl beruflich als auch privat nutzen. Zusätzlich zu dieser „gemischten Nutzung“ muss das Kfz auch für Fahrten zur Arbeit eingesetzt werden. Wenn beide Bedingungen zutreffen, dann sollten Sie den folgenden Beitrag aufmerksam lesen.

Was bringt die neue Digi-AfA?

Über „Neuerungen“, die es bisher noch nicht über eine allgemeine Verlautbarung eines Bund-Länder-Treffens gebracht haben, berichte ich eigentlich nicht. Nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 19.1.2021 sollen bestimmte digitale Wirtschaftsgüter rückwirkend zum 1.1.2021 sofort abgeschrieben werden können. Die Kosten für Computerhardware und Software sollen damit zukünftig im Jahr der Anschaffung oder Herstellung steuerlich vollständig berücksichtigt werden. Die Maßnahme soll auch noch für Anschaffungen aus dem Jahr 2020 gelten, wenn der Restwert noch zu 100 Prozent abgeschrieben werden kann. Davon sollen gleichzeitig auch alle profitieren, die im Home-Office arbeiten. Die Umsetzung soll untergesetzlich geregelt und damit schnell verfügbar gemacht werden.

 

Wie gesagt: Ganz viel „soll“. Ich möchte diesen nächsten Schritt zur Digitalisierung allerdings schon heute nutzen, Ihnen vorzustellen, wie unsere Kanzlei Ihnen auf den Weg zur Digitalisierung Ihrer steuerlichen Verpflichtungen helfen kann – und zwar für jede einzelne Einkommensteuererklärung!

Änderungen des Jahressteuergesetzes für Vereine

Zum Jahresende kommt es regelmäßig unter der Bezeichnung „Jahressteuergesetz“ (JStG) zu Änderungen in den einzelnen Steuergesetzen. So auch 2020. Am 18.12.2020 war es so weit. Was bis dahin im weitesten Sinne nur Absichtserklärungen waren, ist zum Gesetz erklärt – und somit verbindlich geworden. Viele Punkte wurden darin aufgegriffen. Ein jeder dieser Punkte hat sicherlich Interessenten unter Ihnen als Leser. Entschieden habe ich mich allerdings an dieser Stelle für die Vorstellung der wesentlichen Änderungen, die sich auf die steuerliche Behandlung von Vereinen beziehen.

Behindertenpauschbetrag verdoppelt sich!

Dass sich die Preise „gefühlt“ seit Einführung des Euros 2002 verdoppelt haben, ist eine weit verbreitete Meinung, die aber nicht stimmt, denn es waren „nur“ rd. 29 %. Dass es eine Verdopplung der Preissteigerung seit 1975 gegeben hat, wird allerdings niemand in Zweifel stellen – auch wenn ich das nicht mehr recherchieren konnte. Was ich Ihnen aber auf alle Fälle bestätigen kann, ist, dass die Pauschbeträge für behinderte Steuerpflichtige und deren Angehörige sich seit 1975 nicht mehr erhöht haben! Aber jetzt wird es was. Mit der Verabschiedung des Behinderten-Pauschbetraggesetz des Bundestages am 29.10.2020 werden die bisherigen Pauschbeträge ab 2021 verdoppelt! Was es sonst noch dazu Wissenswertes gibt, möchte ich Ihnen hier kurz aufführen.

Ehescheidungskosten doch abziehbar?

Eine Ehe kann in Deutschland nur durch das Familiengericht geschieden werden. Die Kosten für das Gericht und den erforderlichen Rechtsbeistand sind in der Regel nicht unerheblich, da es in der Realität nicht nur die formelle Ehe zu scheiden gilt, sondern sich auch oft Konflikte zu Folgefragen der Ehescheidung ergeben. Das können Regelungen zum Sorgerecht der Kinder, Verteilung des Hausrats und der ehelichen Wohnung, zum Zugewinn- und Versorgungsausgleich oder die Beibehaltung des Ehenamens sein. Ganz häufig stellen auch Unterhaltsfragen den Gegenstand von Scheidungsfolgeverfahren dar. An diesen Kosten beteiligt sich der Fiskus ab 2013 nicht mehr. Über den Hintergrund und ob sich diesbezüglich eine Ausnahme abzeichnet, möchte ich in diesem Beitrag berichten.

Zusätzliche Entlastung für Alleinerziehende durch Erhöhung des Freibetrags

Der Kinderbonus in den Monaten September und Oktober, zu dem ohnehin fälligen Kindergeld, wurde auf Ihr Bankkonto ausgezahlt und begünstigt grds. alle Kindergeldempfänger. Die Anhebung des Freibetrages für Alleinerziehende wirkt sich allerdings über eine Steuerentlastung aus. Wie das abläuft und was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier.

Belastung durch Gewerbesteuer erst ab einen Hebesatz von 422 %

 

Hatten wir am Anfang der Pandemie noch gezögert, den Ausbruch des Virus zu nutzen, um damit Interesse für unsere Themen zu wecken, so muss mittlerweile klar festgestellt werden, dass die Pandemie und Themen des Steuer- und Beitragsrechtes gar nicht mehr zu trennen sind.

Heute möchte ich über eine Änderung im Rahmen dieser Maßnahmen berichten, die nach meiner Meinung im Hintergrund der Berichterstattung über Zuschüsse, Soforthilfen und Stundungsmaßnahmen untergegangen ist: Die Anrechnungsmöglichkeit der Gewerbesteuer.

Änderung der Umsatzsteuersätze durch Corona

 

Nun hat das Virus auch die Umsatzsteuer erwischt. Ab Anfang Juli wurden die Umsatzsteuersätze von bisher 19 % auf 16 % bzw. von 7 % auf 5 % ermäßigt. Diese Aktion soll für alle Umsatzsteuertatbestände bis zum 31.12.2020 begrenzt sein. Die bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass ein Missverständnis bei der Anwendung weit verbreitet ist. Daher möchte ich mit diesem Beitrag dieses hoch komplexe und komplizierte Thema mit möglichst einfachen Thesen und Aussagen auf den Punkt bringen.