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Die Versteuerung nach vereinnahmten Entgelten (IST-Besteuerung) ab 2020

Jetzt kaufen und später zahlen, das ist im Konsumalltag schon fast Normalität geworden. Aber wer verkauft schon etwas und muss dann später zahlen? Solche Kuriositäten gibt es (wahrscheinlich) nur im Steuerrecht. Liefert oder leistet ein Unternehmer etwas, dann muss er mit seinem Preis regelmäßig die Umsatzsteuer berechnen. Diese Steuer verbleibt natürlich nicht bei ihm. Er muss sie an das Finanzamt weiterleiten. Es stellt sich allerdings die Frage, zu welchem Zeitpunkt der Unternehmer die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen hat? Das ist für den Unternehmer wichtig zu wissen, da das erhebliche Auswirkungen auf seine Liquidität haben kann. Und da es zum Beginn des Jahres 2020 diesbezüglich eine Änderung gegeben hat, möchte ich diesem Thema diesen Beitrag widmen.

 

Neuerung bei der Gewährung von Sachbezügen ab 2020

Was im Referentenentwurf als eine unter vielen Änderungen im Jahressteuergesetz enthalten war, ist am 17.12.2019 doch noch verabschiedet worden, um ab dem 01.01.2020 zu gelten: Die Voraussetzungen für die steuerfreie Gewährung von Sachbezügen.

 

neuer Mindestlohn ab 2020

Der Mindestlohn sollte ursprünglich alle zwei Jahre angepasst werden. Von diesem Turnus ist die Mindestlohnkommission aber zum 01.01.2020 erstmalig abgewichen. Nachdem erst auf den 01.01.2019 der Mindestlohn auf 9,19 € angehoben wurde, erfolgt bereits zum Beginn des nächsten Jahres eine weitere Anhebung auf jetzt 9,35 €.

Da die Anhebungen immer wieder aufs Neue Überlegungen zur Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen erfordern, möchte ich in diesem Beitrag dafür sensibilisieren, dass die Umstellung sorgfältig vorbereitet werden sollte, um böse Überraschungen im Rahmen von Betriebsprüfungen zu vermeiden.

Sonderabschreibung für Wohnraumüberlassung

In Zeiten wie diesen ist die Anlage von Investoren in „Betongold“ – sprich in Immobilien – ein großes Thema. Allerdings bedeutet das nicht immer, dass Wohnraum geschaffen wird, der für die späteren Mieter auch bezahlbar ist und damit die bestehende Wohnraumnot gemildert werden kann. Aus diesem Grund wurde am 04.08.2019 ein Gesetz in Kraft gesetzt, mit der eine Sonderabschreibung eingeführt wird, die dem entgegenwirken soll. Hierzu eine kurze Übersicht:

Geschäftsessen

Essen ist ein absolutes Grundbedürfnis. Daher stellen die Aufwendungen für die Verpflegung steuerlich regelmäßig Kosten der privaten Lebensführung dar und können nicht steuermindernd berücksichtigt werden. Wie Ausgaben für Mahlzeiten allerdings Werbungskosten oder Betriebsausgaben werden und vollständig oder aber mindestens teilweise abgesetzt werden können, möchte ich Ihnen in diesem Beitrag etwas näherbringen.

Elektromobilität

Um den Ausstoß von Schadstoffen bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren zu reduzieren, möchte die Politik Anreize schaffen, alternative Fortbewegungsmöglichkeiten zu nutzen. Daher hat das Bundeskabinett am 31.07.2019 einen neuen Anlauf genommen und weitere Maßnahmen beschlossen. Eine erläuternde Vorstellung der Maßnahmen möchte ich in diesem Beitrag liefern.

Die Phanthomlohnfalle

 

Die Phantomlohnfalle. Hört sich spektakulär an. Wie aus einem Agentenfilm. Nun ist es bekanntlich so, dass wir Steuerberater selten „Spielfilm-Action“ vermitteln. Aber über eine echte „Beitragsfalle“ die sich durch „Phantomlöhne“ ergibt und ab dem 01.01.2019 eine echte Gefahr darstellt, kann ich heute aber dennoch berichten.

Übertragung von Privatvermögen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge

 

Die Übertragung eines Grundstückes beim Kauf von einem Fremden ist aus steuerlicher Sicht selten spektakulär. Anders sieht es da schon aus, wenn Grundstücke zwischen nahen Angehörigen übertragen werden sollen. Hauptanwendungsfall ist das im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge. Die Art der Ausgestaltung ist in der Praxis so variantenreich wie die Anzahl der Übertragungsfälle. Trotzdem möchte ich in dieser Ausgabe versuchen, eine grobe Struktur zu vermitteln und Denkanstöße zu geben, die eventuell bei Ihrer anstehenden Übertragung mit einfließen können. Dabei ist die Art der gewählten Übertragung aus der Perspektive des Übertragenden und des Erwerbes zu beachten. Beide haben ggf. eigene Interessen, die jedoch zu gegenläufigen steuerlichen Ergebnissen führen. Die folgenden Ausführungen beziehen sich ausnahmslos auf die Übertragung von Privatvermögen.